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BUCHPROJEKT

Schon lange wollte ich dem Duathlon ein Buch widmen, da ich mir selbst bereits vor vielen Jahren etwas mehr Infos in Literaturform dazu gewünscht hätte.
Ich hoffe, mit meinen Erfolgen im vergangenen Jahr und auch mit diesem Buch dem Duathlon in Österreich ein wenig Aufwind zu verschaffen.
Trainingskonzepte für Einsteiger wie ambitionierte Amateure, meine Ansichten und Erfahrungen zu verschiedensten Aspekten im Ausdauersport und nicht zuletzt meine eigene Geschichte finden darin (unter anderem) Platz.

Ganz nebenbei fördern Sie/förderst Du mit dem Kauf des Buches mich als Spitzensportlerin – ganz ohne Provisionen an Dritte (ich habe es im Selbstverlag herausgebracht).

Mit einem Vorwort von Brigitte Stocker.

Vorbestellungen sind ab sofort und unverbindlich über das Kontaktformular möglich - Auslieferung sollte dann noch VOR WEIHNACHTEN erfolgen.

185 Seiten

20 Euro (bei Abholung, +10 Euro bei Versand, gegen freiwilligen kleinen Zusatzbetrag als Sportförderung gerne auch mit persönlicher Widmung)


Erstes Mal Weltmeisterin - ITU  Duathlon World Championships Standard Distance Elite

Diesmal ging einfach alles auf.

Ich habe natürlich darauf hintrainiert, dass sich das irgendwann einmal ausgehen kann.
Klar, beim Durchdenken der Rennszenarien spekuliert man auch mal mit dem "Best Case", dem Weltmeistertitel, und ich würde sagen, ich bin durchaus mit den Ambitionen, dies auch zu versuchen, angereist.
Aber es kann bei so einer - in diesem Jahr nicht nur qualitativen, sondern auch quantitativen - Dichte des Starterfeldes einfach alles passieren.

Meiner Platzierung sicher war ich mir auch wirklich erst auf den letzten Metern des Zieleinlaufs.

Der Kurs war einfach perfekt für mich - eher kurz, einfache Radstrecke, winkeliger, praktisch flacher Lauf auf teils unebenem Untergrund.
Die Laufstrecke wurde noch über Nacht wegen eines Brandes in der Stadt leicht adaptiert, die Streckenlänge beim ersten Lauf dürfte sich aber nicht wesentlich zu den angegebenen 9,2km geändert haben, beim zweiten Lauf vermute ich aufgrund der Zeit eher 4,3km.
Das Radfahren war mit knappen 38km auch etwas kürzer als normal und vor allem flach und schnell, kaum technisch.

Beim ersten Lauf sind zuerst drei Französinnen vorgegangen, Levenez, Legrand und Blaut. Das war wenig verwunderlich, sind doch alle drei sehr starke Läuferinnen. Nach 1,5 von 5 Runden war mir aber die Gruppe noch deutlich zu groß und ich forcierte das Tempo etwas. Nur nach und nach ist ein Mädl nach dem anderen abgerissen, für meinen Geschmack noch zu wenig. Ich hätte mir ja gewünscht, dass nur 1-2 die Tempoverschärfung mitgehen können, aber es waren schlussendlich drei - die Britin Georgina Schwiening, die Japanerin Ai Ueda und die Australierin Felicity Sheedy-Ryan, 15sec dahinter dann die Französin Sandra Levenez.

Nach einem sehr schnellen Wechsel (auch diese sind mir diesmal wirklich beide voll aufgegangen!) bin ich dann mit den anderen gleichzeitig aufs Rad, nur Schwiening war ein wenig schneller, da sie die Schuhe nicht wechselt und mit Laufschuhen am Rennrad fährt.

Die Wechselzone war ganz witzig in einer Tiefgarage - bei Regen wäre das auch besonders angenehm gewesen, allerdings gab es perfektes Duathlonwetter - 20°C, starker Wind, aber sonnig.
Die Rampen hinunter und wieder hinauf sind eine kleine Challenge, wenn man es nicht gewohnt ist, im Hügeligen zu trainieren, da sie ja direkt vor und nach dem Wechsel der Sportart zu bewältigen waren. Im Höhentraining hab ich mich dafür aber wohl mehr als gut vorbereitet :D

Zu viert ging es los, relativ bald konnte aber Levenez zu uns aufschließen und wir waren ab dann die fünfköpfige Führungsgruppe.
Die meiste Zeit wurde auch gut zusammengearbeitet. Ich hatte nur leider zwischenzeitlich mit einem unerwarteten Wadenkrampf rechts zu tun, den ich so 100%ig nicht mehr bis zum Ende des Radfahrens losgeworden bin. Ohne Abfahrten ist auch Dehnen am Radl nicht wirklich möglich. Aber wir haben es geschafft, bis zum zweiten Wechsel zusammenzubleiben und auch den Vorsprung zu halten.

Der zweite Wechsel war wiederum super, nur Schwiening war, wie zu erwarten war, wieder etwas flotter. Hinter ihr bin ich zum zweiten Mal auf die Laufstrecke gegangen.

Dort gab es dann auch mehrere Führungswechsel, zunächst bin ich an ihr vorbeigegangen, dann hat mich aber Ueda in einem atemberaubenden Tempo überholt. Nachdem sie schon gegen Ende des ersten Laufes vorgegangen ist und auf einmal erstaunlich frisch gewirkt hat, habe ich damit gerechnet, dass sie einfach die bessere Läuferin ist und wiederholt den Weltmeistertitel holen wird.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich mit einem recht abgesicherten zweiten Platz gerechnet. Allerdings ist sie dann schon auf der ersten von zwei Runden wiederum langsamer geworden und ich konnte bald an ihr vorbeigehen und einen Vorsprung aufbauen, den ich bis in den Zielkanal nicht mehr abgegeben habe.
Als Erste und damit Weltmeisterin konnte ich das Rennen für mich entscheiden. Hinter mir Ueda und Schwiening auf den Podestplätzen, auf den weiteren Rängen die bis jetzt ungeschlagene, zweimalige Weltmeisterin Sheedy-Ryan und die bereits einmalige Welt- und mehrmalige Europameisterin Levenez.


Auch die Abstände zu den Laufzeiten der Herren stimmen mich sehr positiv (wenn es insgesamt 13,5km zu laufen waren, so ergeben sich bei mir 3:22min/km und beim männlichen Sieger 3:03min/km).
Es war ein hartes und knappes Rennen, bei dem ich vor allem beim Laufen viel Tempo gemacht habe und das war schlussendlich auch siegentscheidend :)

Gesamtzeit: 1:49:29h

Ca. 9,2km Lauf (nur offizielle Daten, keine eigene Uhr): 31:01min
T1: 46sec
37,8km Rad (keine GPS-Daten wegen Wechselzone in der Garage): 1:02:23h (ca. 36,6km/h, NP 191W, Nonzero 185W, Average 178W, 99U/min)
T2: 45sec
Ca. 4,3km Lauf: 14:34min

Platzierung gesamt: 1. - erstes WM-GOLD - für mich und für Österreich :)

Alle Ergebnisse gibts auf International Triathlon Union.

Offizieller Video-Zusammenschnitt der ITU: