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Aktuell (2. Oktober 2017) ITU Duathlon World Ranking 1. (erstmals)
2017:
5. Platz Standard-Distanz WM 2017
BRONZE Mitteldistanz EM 2017
5. Platz Standard-Distanz EM 2017

Frühere internationale Platzierungen:
5. Platz Standard-Distanz WM 2016
BRONZE Sprint-Distanz EM 2015

Amtierende Staatsmeisterin Duathlon-Kurzdistanz (2014, 2015, 2016, 2017)
Amtierende Staatsmeisterin auf 10 000m und im Halbmarathon (beides 2016 und 2017)

Jahrgang 1986
Größe 1,71m
Gewicht 52kg
Wohnort Wien
Beruflich Bewegungsanalysen, OrthoMed GANG- und LAUFanalyse
Früher Biomechanische Forschungstätigkeit
Trainingsbetreuung im Ausdauersport
Ausbildung Doktorat laufend an der Bewegungswissenschaft/Sportwissenschaft der TU Chemnitz
Masterabschluss am Technikum Wien (SET)
MTB Instruktor

Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen, etwas über meine sportliche Laufbahn und meine ganz persönliche Haltung zum Leistungssport zu schreiben.
"Viele Wege führen zum Ziel" stimmt hier in besonderer Weise, da ich auf recht unkonventionelle Weise und erst recht spät zu meiner jetzigen Hauptsportart gefunden habe.

Mit 14 Jahren fand ich durch meinen sehr enthusiastischen, ausdauersportbegeisterten Papa zur Faszination Marathon (ohne so wirklich zu wissen, was das an Training bedeutet und ob das überhaupt das Richtige für mich ist - bis heute bin ich keinen Solo-Marathon gelaufen!). Jedenfalls hat es mich aber sehr motiviert, mit dem Lauftraining zu beginnen.
Wie es so meine Art ist, las ich auch jede Literatur zur Trainingslehre, die ich in die Hände bekam, ohne mich jedoch beim Training so wirklich beherrschen zu können.

Dadurch war ich eigentlich nahezu dauerverletzt und wie das so vielen Läufern passiert, habe ich mehr oder weniger gezwungenerweise mit dem Radfahren und Schwimmen begonnen.
Präsent war damals wie heute in den Medien praktisch nur die Triathlon-Langstrecke. Duathlon und Kurzstreckenbewerben waren abseits der Nachwuchskader (damit hatte ich keine Berührungspunkte) eigentlich gar nicht präsent.
So habe ich mit 18 Jahren beschlossen, mich über die kommenden Jahre für den Bewerb über 3,8km Schwimmen, 180km Rad und einen Marathonlauf vorzubereiten.
Mit 21 Jahren habe ich mir diesen Traum bei der Langdistanz in Roth 2008 erfüllt, ein Jahr später konnte ich beim IRONMAN Austria durch einen Altersklassensieg die Qualifikation für die IRONMAN World Championships auf Hawaii erreichen.

Ob es schlauer gewesen wäre, früher auf die Duathlon-Kurzdistanz hinzuarbeiten? Bestimmt, so man es aus sportwissenschaftlichen Gesichtspunkten sieht.
Allerdings hatte ich damals neben Schule und Studium die Zeit dafür und danach auch das Gefühl, für mich wichtige Ziele bereits erreicht zu haben. Ich möchte diese Erlebnisse auf keinen Fall missen, auch, wenn sie meinem körperlichen und mentalen Talent nicht besonders entsprechen.

Als ich mich jedoch nach vier Studienjahren mehr meiner beruflichen Selbstständigkeit widmete, mich „nebenbei“ auch noch auf meine Doktorarbeit konzentrieren wollte und vom Stadtinneren nach Nußdorf umzog, passte das Umfeld so gar nicht mehr. Noch dazu hatte ich begonnen, das eine oder andere Wochenende dem Orientierungslauf zu opfern, die sportliche Leidenschaft meines (inzwischen) Mannes. Der Spagat zwischen Privat-, Beruf- und Sportlerleben wäre zwar möglich gewesen, aber mit Einschränkungen der Lebensqualität verbunden, welche ich nicht (mehr) bereit war, in Kauf zu nehmen.
Deshalb habe ich Anfang 2010 die Bremse gezogen und mich vom aktiven Wettkampfgeschehen und meinen Langdistanz-Ambitionen (vorübergehend) verabschiedet. Es war eindeutig die richtige Entscheidung. Wenn man die äußeren Faktoren nicht anpassen kann oder will, muss man eben seine Ziele anpassen. Dies hat mich davor bewahrt, schlussendlich frustriert und ausgebrannt dem Sport den Rücken zu kehren.
Das Weglassen der langen Trainings, mehr Schnelligkeitstraining in erholtem Zustand hat sich dann aber insbesondere beim Laufen bemerkbar gemacht. Davon profitiere ich jetzt umso mehr, denn ...

... seit 2012 ist meine Freude am Wettkampfsport zurück. Ich habe neue Trainingsgemeinschaften, das Orientierungslaufen wurde in Absprache auf die Hauptwettkämpfe beschränkt und beruflich geht es mir soweit gut – immerhin genieße ich auch viele luxuriöse Vorteile, wie relativ freie Zeiteinteilung.
2013 habe ich mein drittes und letztes noch offenes Langdistanzziel mit dem EMBRUNMAN "abhaken" können, bevor ich mich seit 2014 ganz und gar auf die Duathlon Kurzdistanz konzentriere. Und dort möchte ich auch (erstmal) bleiben :)

Sandrina Illes OrthoMed Ganganalyse
Ich trainiere nach wie vor nach meinen eigenen Vorgaben, um das Maximum aus der Trainingszeit rauszuholen und den Spaß zu erhalten.

Ein paar Gedanken zu Spezialisierung vs. Vielseitigkeit von mir ...

Wem "gehört" eine sportliche Leistung?

Und zu Trainingskonzepten ...