Mitglied im ÖTRV Duathlon Nationalteam

Aktuell (September 2017) ITU Duathlon Word Ranking 1. (erstmals)
5. Platz Standard-Distanz WM 2017
3. Platz Mitteldistanz EM 2017

5. Platz Standard-Distanz EM 2017
5. Platz Standard-Distanz WM 2016
3. Platz Sprint-Distanz EM 2015

Amtierende Staatsmeisterin Duathlon-Kurzdistanz (2014, 2015, 2016, 2017)
Amtierende Staatsmeisterin auf 10 000m und im Halbmarathon (beides 2016 und 2017)

Jahrgang 1986
Größe 1,71m
Gewicht 52kg
Wohnort Wien
Beruflich Orthopädische Diagnostik, OrthoMed GANG- und LAUFanalyse
Biomechanische Forschungstätigkeit
Trainingsbetreuung im Ausdauersport
Ausbildung Doktorat laufend an der Bewegungswissenschaft/Sportwissenschaft der TU Chemnitz
Masterabschluss am Technikum Wien (SET)
MTB Instruktor

Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen, etwas über meine sportliche Laufbahn und meine ganz persönliche Haltung zum Leistungssport zu schreiben.
Vor vielen Jahren, mit 14, fand ich durch meinen sehr enthusiastischen, ausdauersportbegeisterten Papa zur Faszination Marathon. Mit dem Ziel, „irgendwann“ einmal einen solchen Bewerb zu finishen, stieg ich ins Lauftraining ein.
Wie es so meine Art ist, las ich auch jede Literatur zur Trainingslehre, die ich in die Hände bekam, ohne mich jedoch beim Training so wirklich beherrschen zu können.

Das Erreichen persönlicher Ziele stand weit vor jedem Konkurrenzdenken. Das kam erst später, als ich 18jährig aufgrund vieler Trainingsunterbrechungen durch Übertraining und Verletzungen auf Triathlon umstieg. Auch hier faszinierte mich die Langdistanz am Meisten, hatte allerdings aus den vielen, vielen Fehlern in meiner Anfangszeit gelernt und schaffte es somit, einen konstruktiven und vor allem langfristigen Trainingsaufbau zu verfolgen. Den Traum, einen IRONMAN zu finishen, erfüllte ich mir 21jährig zum ersten Mal bei der Langdistanz in Roth und ein Jahr später dann in Kärnten, wo ich mich durch einen Altersklassensieg auch für die IRONMAN World Championships auf Hawaii qualifizieren konnte.
Ich bereue es keineswegs, so früh auf die Langstrecke gegangen zu sein, denn bis 2009 stimmte einfach das Umfeld dafür. Als Schülerin und später Studentin konnte ich mich einfach voll auf meinen Sport konzentrieren.

Als ich mich jedoch nach vier Studienjahren mehr meiner beruflichen Selbstständigkeit widmete, mich „nebenbei“ auch noch auf meine Doktorarbeit konzentrieren wollte und vom Stadtinneren nach Nußdorf umzog, passte das Umfeld so gar nicht mehr. Noch dazu hatte ich begonnen, das eine oder andere (Trainings)Wochenende dem Orientierungslauf zu opfern, die sportliche Leidenschaft meines Lebenspartners. Der Spagat zwischen Privat-, Beruf- und Sportlerleben wäre zwar möglich gewesen, aber mit Einschränkungen der Lebensqualität verbunden, welche ich nicht (mehr) bereit war, in Kauf zu nehmen.
Deshalb habe ich Anfang 2010 die Bremse gezogen und mich vom aktiven Wettkampfgeschehen und meinen Langdistanz-Ambitionen (vorübergehend) verabschiedet. Es war eindeutig die richtige Entscheidung. Wenn man die äußeren Faktoren nicht anpassen kann oder will, muss man eben seine Ziele anpassen. Dies hat mich davor bewahrt, schlussendlich frustriert und ausgebrannt dem Sport den Rücken zu kehren.
Neben der großen Entlastung, welche durch diese Entscheidung erfolgte, freute mich am Allermeisten, dass ich gerade durch das Weglassen der langen Trainingseinheiten und der Konzentration auf kürzere Distanzen meine Schnelligkeit vor allem beim Laufen noch weiter ausbauen konnte. Davon profitiere ich jetzt umso mehr, denn ...

... nun ist die Faszination zurück. Erbrachte Opfer und erreichter Genuss müssen in einem gewissen Verhältnis stehen – egal auf welchem Leistungslevel. Und das tun sie für mich wieder. Ich habe neue Trainingsgemeinschaften, das Orientierungslaufen wurde in Absprache auf die Hauptwettkämpfe beschränkt und beruflich hoffe ich auf Stabilität – immerhin genieße ich auch viele luxuriöse Vorteile, wie relativ freie Zeiteinteilung.
So wurde der Wettkampfkalender 2012 schon wieder recht voll, bevor ich dann 2013 mein drittes und letztes noch offenes Langdistanzziel mit dem EMBRUNMAN "abhaken" konnte, bevor ich mich seit 2014 ganz und gar auf die Duathlon Kurzdistanz konzentriere.

Sandrina Illes OrthoMed Ganganalyse
Ich trainiere nach wie vor nach meinen Plänen, um das Maximum aus der Trainingszeit rauszuholen. Das Wichtigste ist aber, dass ich wieder richtig Vorfreude auf Bewerbe verspüre und den Sport mehr genieße, als je zuvor.

Ein paar Gedanken zu Spezialisierung vs. Vielseitigkeit von mir ...

Wem "gehört" eine sportliche Leistung?

Und zu Trainingskonzepten ...